Tröpfcheninfektion

Wie werden Erreger bei einer Tröpfcheninfektion übertragen?

Bei der Tröpfcheninfektion gelangen Krankheitserreger, die im Rachenraum oder im Atmungstrakt siedeln, beim Niesen, Husten, Sprechen durch winzige Speichel-Tröpfchen an die Luft und werden anschließend von einem anderen Menschen eingeatmet bzw. direkt über die Schleimhäute der oberen Luftwege aufgenommen, zum Beispiel durch einen Kuss.

Hierbei werden zwei Arten abhängig von der Größe der Tröpfchen unterschieden:
 

  1. Tröpfchen, die einen Durchmesser von mehr als 5 µm haben, sinken in der Luft rasch ab und werden somit nur bis zu einer Distanz von gut einem Meter übertragen. Hier ist Abstand halten von Erkrankten der beste Weg zur Vermeidung einer Ansteckung. Speichel-Tröpfchen können aber auch an Gegenständen oder Flächen haften bleiben. Über Hände können Sie in den Körper gelangen, wenn anschließend Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen berührt werden.
  2. Manche Erreger können in Tröpfchen von sehr geringer Größe (< 5 µm) lange Zeit in der Luft schweben und dadurch auch über große Distanzen verbreitet werden.

Welche Krankheiten werden durch Tröpfcheninfektion übertragen?

Häufig werden Viren auf diesem Weg übertragen. Über Tröpfchen werden besonders grippale Infekte aber auch die echte Grippe übertragen. Beispiele für Infektionen, die über eine größere Entfernung luftgetragen werden, sind insbesondere Krankheiten wie Windpocken oder Masern, gegen die man sich durch Impfungen schützen kann.

Von den bakteriellen Erkrankungen werden zum Beispiel Scharlach sowie Meningokokken-Infektionen, die Hirnhautentzündungen auslösen, durch Tröpfcheninfektion übertragen.